JUMO-Produkte in fast allen Industriebranchen im Einsatz

Branchen optimieren Produkte, Kundenlösungen erweitern das Anwendungsspektrum

Als Moritz Kurt Juchheim sein Unternehmen 1948 gründete, hatte er eine ziemlich klare Vorstellung davon, an welche Kunden in welchen Industriebranchen er seine Produkte verkaufen wollte. Das Unternehmen, das damals unter dem Namen M. K. JUCHHEIM firmierte, begann als Start-up mit 6 Mitarbeitern auf einer Produktionsfläche von 350 m2 mit der Herstellung von Glas- und Glaskontaktthermometern.

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Moritz Kurt Juchheim setzte von Anfang an auf qualitativ besonders hochwertige Instrumente und einen bestmöglichen Kundenservice. Der Absatzmarkt ist damals enorm: Die diversen Wirtschaftszweige in Westdeutschland und der ein Jahr später gegründeten Bundesrepublik benötigen auch JUMO-Produkte, um die Wirtschaft nach dem Krieg wieder zum Laufen zu bringen.

Die JUMO-Produkte werden zu jener Zeit auch in den allerersten Katalogen und auf Messen nach Abnehmerzielgruppe geordnet angeboten. Der Kunde weiß, was er benötigt, und kann sich die passende Komponente aussuchen. Mit der Einführung der EDV, später dann IT und SAP, wurden den elektronischen Kundennummern früh auch eine Branchennummer zugeordnet. Damit war eine werbetechnische Ansprache der jeweiligen Zielgruppe gegeben.

Mit der Komplexität der Produkte und der Expansion der Märkte ins Ausland nimmt aber auch die Notwendigkeit zu, die Funktion der Produkte und die Einsatzgebiete klarer zu definieren und für andere Interessenten zugänglich zu machen. Die JUMO-Entwickler müssen sich mehr und mehr mit den Anwendungen der Kunden auseinandersetzen, um die Produkte spezifisch anbieten zu können.

Fachwissen über die Branchenanwendungen muss auch bei JUMO nach und nach vertieft aufgebaut werden. Ein Wandel setzt ein, und so werden vor etwas mehr als 20 Jahren die ersten „Branchenverantwortlichen“ benannt. Diese haben die zusätzliche Aufgabe, für „ihre Produktfamilien“ die diversen Branchen zu beobachten und Impulse für Neuheiten aufzunehmen.

Mit dem Einsatz erster Vollzeit-Branchenmanagerinnen Anfang der 2000er Jahre für Pharma und Food sowie für Wasser und Abwasser geht JUMO den nächsten Schritt in Richtung professioneller Branchenbearbeitung. Sie erzielen von Beginn an gute, belastbare Ergebnisse.

Schnell wird deutlich, dass der Kunde zunehmend mehr Applikationskompetenz auch auf Seiten der Komponentenlieferanten erwartet. So wird 2015 die Abteilung „Globales Branchenmanagement“ eingeführt und 9 Branchenmanager/-innen benannt. Das Spielfeld, das sie vorfinden, ist groß, sehr groß – und lukrativ: JUMO-Produkte sind ja ideal für alle industriellen Anwendungsbereiche.

Aus dem breiten Spektrum der zu bedienenden Branchen werden die ausgewählt, die die höchste globale Relevanz für JUMO für ein nachhaltiges, kräftiges Wachstum haben. Als Fokusbranchen gelten bei JUMO deshalb Wasser/Abwasser/Umwelt, Lebensmittel und Getränke, Transport, Thermoprozesstechnik, HKL, Wärmemengenzähler, Distribution, Safety sowie erneuerbare Energien und Wasserstoff.

In diesen Industriebereichen erwartet JUMO ein überdurchschnittliches Wachstum. Außerdem werden seit Jahren Produktentwicklungen und Expertise in diesen Branchen verstärkt ausgebaut. Die Branchenmanager/-innen sind für JUMO auch intensiver in den Fachgremien der technischen Verbände, Zulassungs- und Prüfstellen aktiv.

„Sie bringen sich somit auch in die Gestaltung der Regeln, Normen und Gesetze ein“, erläutert Matthias Kremer, Leiter Globales Branchenmanagement bei JUMO in Fulda. Dies ist wichtig, damit eine Produkt rasch die entsprechende Zulassung erhält und am Markt durchstarten kann.

Es war für JUMO in seiner nun 75-jährigen Geschichte immer eine Stärke und gab den Gesellschaftern Sicherheit, dass die Produkte in vielen Branchen eingesetzt werden können und somit eine gesunde Diversifikation des Portfolios vorliegt. „Die regelmäßig wiederkehrenden Konjunkturtäler sind daher kein Risiko für das Unternehmen“, unterstreicht Kremer. Der Bereich der kundenspezifischen Entwicklungen und Produktion bleiben als wichtiges Standbein erhalten. „Diese spezifischen Kundenlösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wir wandeln uns gerade vom Komponentenhersteller hin zu einem System- und Lösungsanbieter“, sagt Kremer. Die Bearbeitung von speziellen Kundenlösungen ist auch immer wieder bereichernd für die Kreativität der Entwickler/-innen, Produkt- und Branchenmanager/-innen. Betriebsblindheit wird vermieden.

„Branchendenken führt“ ist inzwischen ein fester Leitspruch in allen Abteilungen des Unternehmens. „Nur wenn alle mitspielen, wird sich die Ausrichtung in den Fokusbranchen durchsetzen und zu stärkerem als dem üblichen Marktwachstum führen“, betont Kremer.

Auch die ausländischen Tochtergesellschaften haben inzwischen das Branchendenken für sich entdeckt. Um den lokalen Märkten gerecht zu werden, bearbeiten sie meist zusätzlich noch die eine oder andere „Landesbranche“ zusätzlich. Auch dies sichert das erfolgreiche Bestandsgeschäft in den Ländern ab und erlaubt dennoch die konsequente Ausrichtung der Unternehmensgruppe.

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